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IHDE-Kerzen und Handelskammern

www.kerzenmacher.info  Informationen zum Kerzenmachen für Profis und Amateure

 

 

 

Eine Info-Seite
von Ihde-Kerzen

Einige Antworten auf häufig gestellte Fragen:

COPYRIGHT       IHDE-KERZEN        KERZENKISTE         D-25355 Bullenkuhlen

Wachse:

Wachsflecken
Was ist Gelwachs?
Was ist Paraffin?
Was ist Stearin
Was ist Bienenwachs
Bienenwachsduft
Gelwachs wird trübe:
Das erkaltete Gelwachs hat Blasen
Welches Wachs nimmt man zum Kerzen ziehen?
Gießtemperaturen
Wachsstangen für dänische Blütenkerzen
Wie kann man Wachs reinigen?

 

Zubehör

Kerzenfarben:
Duftstoffe
Dochte
Docht-Saughöhe in Lampenöl
Dochte in Öllampen
Dochtrichtung bei Runddochten
 

 

Kerzen gießen

Kunststoffformen und Duftwachs
Kunststoff-Giessformen
Zweischalige Gießformen
Kleine Bläschen an der Kerzenoberfläche
Entformen von Kerzen
Die Kerzen bekommen beim Entformen eine weißliche Oberfläche.
Die Kerzen schrumpfen an der Einfüllseite ein.
Kerzen rußen:
Kerzen brennen nicht richtig an!
Stearinkerzen gießen

 

Formbau

Arbeiten mit Silikonkautschuk

 

 

 

 

 

Wachsflecken
Diese Tips werden ohne Garantie für Gelingen gegeben!

Flecken von farblosem Kerzenwachs kann man in der Regel entfernen, indem man das Wachs zunächst bestmöglich abkratzt.
Danach legt man ein Tempo-Taschentuch auf den verbliebenen Fleck und bügelt mit einer Temperatur von etwa 80 Grad den Fleck raus.
 

Bei farbigen Wachsflecken könnte das Bügeln dazu führen, dass die Farbstoffe in die Faser hineingetränkt werden, und dann garnicht mehr
rauszubekommen sind. Farbige Wachsflecken bitte auch zunächst bestmöglich abkratzen, danach den Stoff in die Waschmaschine geben.
Das funktioniert leider nur, wenn die vom Stoff verträgliche Wassertemperatur über dem Schmelzpunkt des Wachses liegt.
Ist das nicht der Fall, muss man zu Fleckentfernern greifen. Welcher am besten funktioniert, wissen wir nicht. Ihren Tip nehmen wir gerne entgegen, und veröffentlichen ihn hier!

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Was ist Gelwachs?

Gelwachs ist ein Gemisch aus Öl und einem Polymer. Im KERZENKISTE Gelwachs ist medizinisches Weißöl - mit DAB-Zulassung für medizinische Zwecke - und vernetzende Stoffen, welche für kosmetische Zwecke zugelassen sind. Es gibt auch Gelwachse mit weniger hochwertigen Ölen. In Fernostprodukten kann man unter Umständen Gelwachs mit eindeutigem Heizölgeruch bemerken!

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Was ist Paraffin?
 

Paraffin wird aus Erdöl gewonnen. Es gibt flüssige, weichere und härtere Paraffine. Beim heute möglichen Hochdruckhydrolyseverfahren wird ein gesundheitlich unbedenkliches Paraffin - mit DAB-Zulassung für medizinische Zwecke gewonnen. Unser Paraffin zählt dazu. Ein anderes, älteres Verfahren ist die fraktionierte
Destillation. Hier werden aus dem Rohgatsch in verschiedenenen Temperaturbereichen verschiedene Paraffinsorten abdestilliert.

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Was ist Stearin?
 

Stearin wurde vor rund 100 Jahren erstmals durch die chemische Aufspaltung von pflanzlichen oder tierischen Fetten gewonnen. Bis dahin waren mehr oder weniger rußende oder übelriechende Fette und Öle die Basis für Öllampen. Es wurde zur preiswerteren Alternative zu Bienenwachs. Pflanzliches, nachwachsendes Produkt.
Stearin wird als Zusatz von 10 bis 30 % zu Paraffin verwendet, um das Aussehen der Kerze optisch aufzuwerten bzw. zu opakisieren. Nicht ganz einfach ist es, reine Stearinkerzen ruß- bzw. restlos abbrennen zu lassen.

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Was ist Bienenwachs?

Ein reines Naturprodukt, brennt wohlriechend ab. Neigt auf Grund der natürlichen Verunreinigungen zum Verstopfen des Dochtes - man wirkt dem gerne durch größere Dochte entgegen, was wiederum zum Rußen beim sauberen Wachs führt.

Übrigens: Geht man von einer Durchschnitsschwarmgröße von 20000 Bienen und ca. 2 kg Bienenwachs, das in etwa 4 Wochen produziert wird, aus,
ergibt sich eine Produktivität von ca. 0,1 g pro Biene und Arbeitstag.
An einem kg Bienenwachs arbeiten also rund 300 000 Bienen einen Tag lang!  

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Bienenwachsduft

100% reines Bienenwachs muss auch 100% rein sein, alles andere wäre Betrug..
Die KERZENKISTE kauft Bienenwachs als 100%ig rein, es wird  ohne weiter Behandlung weiterverkauft.
Sollte sich darin ein Fremdwachsanteil finde, bekäme unser Lieferant Schwierigkleiten.
Mit dem Duft ist es etwas anderes.  Duft kann verfliegen. Der Duft im Bienenwachs kann auch durch zu hohe Schmelztemperaturen beeinflusst werden.
Ausserdem gibt es keine "Standardbiene". Ein gewisser Spielraum in Intensität und Duftrichtung ist normal.

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Gelwachs wird trübe:

Die Ursache können sein: Verunreinigungen durch Hartwachse (Paraffin etc.), Wasser oder ungeeignete bzw. zu hoch konzentrierte Duftöle. Es genügen Verunreinigungen von weit unterhalb einem Prozent. In seltenen Fällen ist das Polymer im Gelwachs nicht richtig gelöst. Beim stärkeren Erhitzen des Wachses verschwindet diese Trübung
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Das erkaltete Gelwachs hat Blasen:

Achten Sie auf die richtigen Temperaturen (nicht zu kalt!) und darauf, daß Ihre Eingießobjekte luftfrei sind.
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Welches Wachs nimmt man zum Kerzenziehen?

Als Kerzenziehen bezeichnet man die Herstellungsart, bei der der Docht mehrfach in Wachs getaucht wird. Bei jedem Tauchen  bleibt etwas mehr Wachs am Docht haften - solange bis die Kerze die gewünschte Dicke erreicht hat.

Eigentlich kann man alle “Kerzenkiste”-Paraffintypen zum Ziehen nehmen. Der Typ 62C (EP=Erstarrungspunkt =62Grad)hat den Vorteil, daß auf Grund des hohen EPs relativ viel Wachs am Docht hängenbleibt, und man etwas schneller damit arbeitet. Das Wachs ist eher spröde und zum nachträglichen Verformen ungeeignet.
Härtewachs (etwa 2%) setzt den EP herauf, es bleibt noch mehr Wachs am Docht haften. Das Wachs bleibt aber spröde

.
Gut geeignet ist der Typ 54C. Er wird für Zugmaschinen eingesetzt und ist wesentlich elastischer als das oben genannte. Der Unterschied zum Typ 62C ist die plastische Verformbarkeit im warmen Zustand.
Härtewachs macht dieses Wachs auch eher spröde. Bei Zugmaschinen wird in einem  kontinuierlichen Prozess ein “endlos” langer Docht mehrfach durch ein Wachsbad gezogen. Am Ende der Maschine kommt im Schritttempo eine  lange Kerze heraus, die abgelängt und angespitzt werden muss.  

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Gießtemperaturen

Die Gießtemperatur ist von entscheidender Bedeutung für den Erfolg des Kerzengießens. Sie hängt ab vom Wachs, vom Formmaterial und von der gewünschten Oberfläche. Versuch macht klug. Zu heiss eingefülltes Wachs haftet an der Formwand, läßt sich schlecht entformen und  macht schlimmstenfalls die Kunststoffformen kaputt. Zu kalt eingefülltes Wachs  - wenn sich im Schmelztopf eine mehr oder weniger dicke Haut bildet - lässt sich i.d.R. gut entformen und hat eine unsaubere, rustikaleund optisch durchaus interessante Oberfläche. Als Faustregel kann man 90 Grad sagen.

Im Gegensatz zu Wasser kann Wachs, ohne dass man es ihm ansieht sehr heiss werden. Im Wasserbad wird es nicht heisser als 100 Grad, direkt beheizt kann es unter starker Dampfentwicklung so heiss werden, daß es sich - ohne das es eines Zündfunkens bedarf - selbst entzündet.  

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Wachsstangen für Dänische Blütenkerzen

Für “dänische Blütenkerzen” braucht man Spezialwachsstangen, die parallel zum Docht an der Seite der Kerze eingegossen werden. Dies Stangen kann man, wenn man sehr kräftig ist, mit einem kurzen, scharfen Messer direkt  von der Tafel abschneiden. Man braucht aber wirklich Kraft dafür.
Leichter ist es,  einen  entsprechenden Formkasten zu bauen, und das Wachs auszugiessen.
Wenn man den richtigen Moment abpasst, kann man das abkühlende Wachs dann wie weichen Käse in die gewünschte Form schneiden.
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Wie kann man Wachs reinigen?

Keine einfache Aufgabe, wenn es wirklich gründlich sein soll. Am Besten nimmt man neues, industriell gereinigtes Wachs. Wenn das nicht geht: Wachs in einem hinterschneidungsfreien Gefäß sehr heiss machen, danach sehr gut isoliert ganz langsam ohne Bewegung abkühlen lassen. Je langsamer, desto besser. Es dürfen sogar mehrereTage sein (hat natürlich nur Sinn, solang das Wachs flüssig bleibt...)   Schwere Bestandteile haben so die  Gelegenheit sich zu setzen, leicht kommen an die Oberfläche..

Nach dem Erstarren und Herausnehmen des Wachses aus dem Schmelzgefäß kann man schwere Verschmutzungen am vom Boden, leichte Verschmutzungen von der Oberseite  abkratzen/abschmelzen. Verschmutzungen, die exakt das gleiche spezifische Gewicht wie das Wachs haben sind extrem unwahrscheinlich.

 

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Kerzenfarben:

Man unterscheidet zwischen Lasur (löslichen) - und Pigmentfarben. Beide haben Vor- und Nachteile. Lasurfarben sind hochkonzentriert, stören den Abbrand nicht. Sie sind geeignet für durchgefärbte Kerzen, neigen aber zur Lichtempfindlichkeit. Im Sonnen- oder direktem Halogenlicht können einige Farben stark verblassen. Normales Wohnungslicht schadet nicht.
Die Kerzenkiste-Farbriegel sind Lasurfarben,

Kerzenkiste-Pigmentfarben sind im Prinzip feinstgemahlene, aber unlösliche Farbstoffe. Sie sind
lichtecht und in großer farbauswahl lieferbar. Zu hohe Konzentration, also zu starke Farben, neigen bei durchgefärbten Kerzen zum Verstopfen der Dochte. Am besten nimmt man Pigmentfarben nur zum Übertauchen. Man kann der dochtverstopfenden Eigenschaft dieser Farben durch dickere Dochte entgegenwirken.

Für Gelwachs empfehlen wir die flüssige Spezialfarbe. Sie ist gut dosierbar und konzentriert. Gelwachsfarben neigen zur Lichtempfindlichkeit.

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Duftstoffe

Duftstoffe setzt man je nach Intensität in 0,5 bis 4% igem Anteil zu. Grundsätzlich unterscheidet man zwei Hauptarten.

Ätherische Öle -  natürliche, bei Raumtemperatur im Lauf der Zeit restlos verdampfende Öle. Beispiele für ätherische Öle wären Zitrone, Mandarine, Orange, Fichte, Lerche. 

Parfümöle - von professionellen  “Supernasen” sind aus teils natürlichen , teils synthetischen Rohstoffen  komponierte Düfte. Beispielsweise Apfel, Birne, Erdbeere haben keine eigenene Duftöle. Sie müssen komponiert werden. Rosen haben  ein natürliches Duftöl, es ist aber unglaublich teuer. Die Komposition ist wesentlich günstiger und riecht auch nicht schlechter. 

 Einige Duftstoffe sind in konzentrierter Form  reizend. Also bitte nicht zu intensiv einatmen.  Das Zimtöl, ein ätherisches,  natürliches Duftöl, ist so agressiv, daß es sogar Kunststoffformen angreift! 

Manche Duftöle enthalten wachsunlösliche Bestandteile, Diese Bestandteile wirken als Trägersubstanz  für den den Duft, bleiben selbst aber ungelöst. Am besten lässt man die Wachs/Duftölmischung im Füllgefäß einige Minuten setzen.

Wenn unlösliche Bestandteile enthalten sind, sind sie jetzt am Grund des Gefäßes. Durch vorsichtiges Abgiessen vermeidet man, daß diese Bestandteile in die Kerze kommen.

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Dochte:

Flachdochte bestehen aus geflochtenen Baumwollfädchen.
Die Bezeichnung  3 x 21 z.B. bedeutet, daß der Docht aus 3 Strängen a 21 Fädchen besteht.
Die Dicke des Dochtes wirkt sich aus auf die Größe der Flamme und damit auf die Größe der
Brennschüssel  (des im Bereich der Flamme verflüssigten Wachses). Richtwerte für die Dochtstärken stehen z.B. in der www.kerzenkiste.de unter Dochte - Meterware:

Runddochte sind rund geflochten und werden eher für Bienenwachs- und Stearin haltige Wachse verwendet. Bei Runddochten gibt es oben und unten! Falsch eingesetzte Dochte brennen nicht gut.

Für Reinstearinkerzen gibt es Spezial Stearindocht. Andere Dochte verkohlen in dem Material schnell.

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Docht-Saughöhe in Lampenöl

Die Saughöhe hängt von der Ölart ab. Rapsöle sind relativ dickflüssig und steigen nicht gut auf.

In dünnflüssigen Paraffinölen sollte eine maximale Saughöhe von 10 cm nicht überschriten werden. Im Versuch mit gefärbtem Öl (nur Feststellung der Saughöhe, ohne Abrennen!) haben wir Werte zwischen 15 und 20 cm gemessen. Beim Abbrennen erreicht man diese Grenze nicht, da im Extrembereich die Nachflußgeschwindigkeit nicht schnell genug ist.

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Dochte und Öllampen

Das Brennverhalten hängt bei Öllampen von mehreren Faktoren ab.
Der Abstand zwischen Flamme und Ölpegel sollte möglichst klein sein. Mehr als 10cm kann  Docht  kaum ansaugen!
Das Dochtloch darf nicht so eng sein, das es die Kapillarwirkung unterbindet.
Das Öl muss möglicht dünnflüssig sein. Paraffinöl ist gesundheitschädlich beim Verschlucken, hat aber immer noch die beste Brennqualität.
Rapsöle - so wie sie uns bekannt sind - saugen sich nicht so gut hoch.
Baumwolldochte brennen ab, sie müssen von Zeit zu Zeit nachgezogen werden.
Glasfaserdochte brennen nicht ab. Sie müssen nur erneuert (herausgezogen und abgeschnitten) werden, wenn die Kapillarwirkung durch Schmutz unterbunden wurde.

 

Dochtrichtung bei Runddocht

Oben und unten gibt es nur bei Runddochten!
Bei Flachdochten ist die Richtung egal.
Runddochte werden markiert geliefert, in der Regel sind sie am unteren Ende rot gefärbt

Bei einem Runddocht ohne Markierung die richtige Seitezu erkennen ist sehr schwierig. Bei der richtigen Seite spreizen sich die Dochtfädchen beim Abbrand nach aussen, bei der falschen nach innen.

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Zweischalige Gießformen

sind etwas anspruchsvoller in der Bearbeitung. Wichtig! Es muss erst die beiliegende Dichtung in voller Länge der Nut eingelegt werden! Wenn Sie die Form schon einmal verwendet haben, sollte sie erst in heissem Wasser von Wachsresten befreit werden.  Beim Zusammensetzen der Formhälften braucht man etwas Kraft. Dann ist die Form aber auch dicht! Die Fülltemperatur sollte bei 80 - 90 Grad Grad liegen - je heisser das Wachse, desto eher läuft was durch!

Kunststoff-Giessformen

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Kerzengießformen aus glasklarem Polycarbonat sind hitzebeständig bis ca. 130 Grad. Für alle Wachse geeignet. Die Dochtstärke hängt von der Wachszusammensetzung und dem Durchmesser ab.
                                
Tipps zu Dochtstärken hier:
Optimale Fülltemperatur bei Reinparaffin für glatte Oberflächen ca. 90 Grad.
Für grobe, rustikale Oberflächen Temperatur nur kurz über dem Schmelzpunkt des Wachses wählen.
Die Kerzen müssen völlig ausgekühlt sein, damit sie entnommen werden können.
Keine Gewalt anwenden, die Formen könnten zerbrechen.
Sollte eine Kerze gar nicht wieder herauswollen, hilft es meist, sie ins Frierfach zu legen!
Hilft das auch nicht, muss man mit heissem Wasser nachhelfen. Die Kerze ist dann vielleicht kaputt, aber die
Form bleibt heil.
 

Vorsicht mit Duftstoffen! Manche Duftöle sind aggressiv gegenüber den Kunststofformen und zerstören deren Oberfläche.

 

Kunststoff-Giessformen können mit den meisten festen Kerzenwachsen gefüllt werden. Sehr wichtig ist die Gießtemperatur. Hat man die Formen zu heiss gefüllt, haftet das Wachs an der Wand, besonders in den Ecken, und ist nur mit heissem Seifenwasser oder einem organischen Lösungsmittel zu entfernen. Bitte vorher an der Aussenseite testen, daß das Lösungsmittel nicht die Oberfläche angreift. Die untere Docht-Durchführung kann man gut mit einem Knoten am unteren Ende des Dochtes verschliessen. Unten einen Knoten, den Docht nach oben strammziehen und oben an der Dochtnadel befestigen (rumwickeln oder auch knoten).  

Bitte beachten Sie, daß ein Stearinanteil von über 20% zu Rissen in den Kunststoffformen führen kann!!
Stearin hat beim Auskühlen eine ausgeprägte Kristallstruktur, die zu teils extremen Ausdehnungsdrücken führt. Metallformen können diesen Druck eher vertragen. Das Entformen reiner Stearinkerzen aus Hartformen ist meist problematisch! Silikonkautschuk ist besser geeignet.

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Kleine Bläschen am Kerzenrand
entstehen, wenn im flüssigen Wachs aufsteigende Luftbläschen sich an der kalten Aussenseite der Form festsetzen.
Beim Abkühlen zieht sich das Wachs zusammen, und die Bläschen werden "groß gezogen".
Trennmittel Cancol hemmt Blasenbildung. Sie können aber auch durch kräftiges Rühren die Bläschen von der Wand
lösen. Oder mit einem heissen Pinsel (Heizungspinsel) die Oberfläche (gleich nach dem Füllen!) von innen abstreichen.
 

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Stearinkerzen gießen

Stearin reagiert sauer, es korrodiert also unedle Metalle. Stahl, Alu- oder Zinkformen werden an der Oberfläche angegriffen. Daß heisst aber nicht gleich, daß sie  sich nach 3 oder 4 Kerzen auflösen....

Reine Stearinkerzen aus den  Formen herauszubekommen ist schwierig. Oft hilft nur ein heisses Wasserbad. Oder die Form kurz in kochendes Wasser halten.  Unproblematisch sind Silikonformen. 

Bitte beachten Sie, daß ein Stearinanteil von über 20% zu Rissen in den Kunststoffformen führen kann!!
Stearin hat beim Auskühlen eine ausgeprägte Kristallstruktur, die zu teils extremen Ausdehnungsdrücken führt. Metallformen können diesen Druck eher vertragen. Das Entformen reiner Stearinkerzen aus Hartformen ist meist problematisch! Silikonkautschuk ist besser geeignet.

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Kunststofformen und Duftwachs

Manche Duftöle greifen die Oberfläche von Kunststofformen an. Zimtöl, ein ätherisches,  natürliches Duftöl, gehört dazu.  

Manche Duftöle enthalten wachsunlösliche Bestandteile, Diese Bestandteile wirken als Trägersubstanz  für den den Duft, bleiben selbst aber ungelöst. Am besten lässt man die Wachs/Duftölmischung im Füllgefäß einige Minuten setzen.

Wenn unlösliche Bestandteile enthalten sind, sind sie jetzt am Grund des Gefäßes. Durch vorsichtiges Abgiessen vermeidet man, daß diese Bestandteile in die Kerze kommen. 

Geraten unlösliche Duftbestandteile in die Kerze, kann das zur Folge haben:

Schlechten Abbrand

Unansehnliche Oberfläche

Angreifen der Oberfläche der Kunststofform. Die Formen können dadurch unbrauchbar werden!

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Entformen aus Kunststoffformen

Kerzen aus reinem Paraffin oder Paraffin mit max 20% Stearinanteil gehen in der Regel - nach dem völligen (!) Erkalten der Kerzen gut aus der Form. Sollten sie mal etwas “klemmen” genügt es, Form und Kerze in Frierfach zu legen. Höhere Stearinanteile können Formen zerstören!
Reines Bienenwachs ist meist klebrig.

Trennmittel “Cancol” verbessert  die Oberfläche und erleichtert das Entformen.

 

Entformen von Kerzen aus Glas-Stabkerzenformen

Glaskerzenformen für Stabkerzen sind manchmal etwas widerspenstig.
Die Kerze muss ganz kalt sein und das Wachs muss beim Abkühlen ein ganz klein wenig zusammenschrumpfen, damit die Kerze entformt werden kann.
Meist hilft es, die gefüllte Form (aber mit bereits erstarrter Kerze) eine Stunde ins Tieffrierfach zu legen.
Wenn man ein Wachs mit sehr kleinem Schrumpffaktor genommen hat, und die Kerze partout nicht rauswill, muss man mit Wärme arbeiten. Z.B. mit einem Föhn  die Form über Schmelztemperatur erhöhen.
Oder sie in einem alten Gefäß mit kochendem Wasser übergiessen.

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Entformen von Kerzen

Die Entformbarkeit hängt stark von Wachsmischung, Fülltemperatur, Form und dem Formmaterial ab. Zu heiß eingefülltes, erstarrtes Stearin aus einem Rohr wieder herauszubekommen gehört zu den schwersten “Übungen”. Aus Silikonkautschukformen geht so gut wie alles alles wieder heraus, sogar, wenn es starke Hinterschneidungen hat. Mit dem Trennmittel Cancol Art. 7880 (Verdünnung 1:10 bis 1:20) sprüht man Metall oder Kunststofformen ein. Nach dem Abtrocknen ergibt sich eine sehr wirksame Trennschicht.

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Die Kerzen bekommen beim Entformen eine weißliche Oberfläche, wie Kristallablagerungen.
 

Bei Metall- und Kunststoffformen sollte man besonders auf die Temperatur des Wachses achten. Ist es zu heiß, erwärmt sich das Formmaterial über den Schmelzpunkt des Wachses hinaus. Die Folge ist so etwas wie  ein "Löt"-Effekt, eine sehr innige Verbindung zwischen (unpoliertem) Metall und Wachs. Die Wachszusammensetzung spielt hier keine große Rolle.
Mögliche Lösungen wären: Formen mit Trennmittel, z.B. “Cancol” anfeuchten, den Wasseranteil vor dem Füllen verdunsten lassen.  Oder flüssiges Wachs vor dem Füllen bis zur  Hautbildung abkühlen lassen. Oder    Form vor dem Herausnehmen erwärmen. Bei professionellen Kerzenmaschinen wird sehr penibel auf Füll- und  Entformungstemperaturen geachtet.

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Die Kerzen schrumpfen an der Einfüllseite ein.

Das ist die normale Wärmeausdehnung/Schrumpfung.
Wenn Sie z.B. die Füllseite der Giessform der Kerze direkt nach dem Giessen stark abkühlen
würden, hätte das Wachs dort keine Gelegenheit zu schrumpfen. Es schrumpft dann an anderer
Stelle. 
Manchmal ist es sinnvoll, die schon festgewordene Füllseite zu durchstoßen, um das
Schrumpfen an ungewollter Stelle zu vermeiden.
Das "Schrumpfloch" an der Einfüllseite kann man nur nach dem kompletten Auskühlen
entweder auffüllen oder abschmelzen.

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Kerzen rußen:

In der Regel ist der Docht zu dick, oder es hat sich Koks an der Dochtspitze abgelagert. Docht bitte kurz und sauber halten.Verschmutzes Wachs kann auch zum Rußen führen.

In der Regel unproblematisch ist der Abbrand von:

Reinen Paraffinkerzen,

Mischkerzen aus Paraffin mit 10 - 30% Stearin

Gelwachskerzen mit Durchmesser und Höhe < 6 cm

Reinem, sauberen Bienenwachs

Immer vorausgesetzt, die Dochtstärke stimmt!

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Kerzen brennen nicht richtig an!

"Roher", ungewachster Docht brennt nicht! Denken Sie bitte daran, zumindest den Teil des Dochtes, der oben aus der Kerze herausschaut, mit Wachs - oder notfalls auch mit Öl - zu tränken. Sobald die Flamme in die Nähe des Kerzenwachses kommt, wird dieses aufgeschmolzen und in den Docht gesaugt. Eine andere häufige Ursache für schlecht brennende Kerzen ist unreines Wachs. Aufgeschmolzene Kerzenstummel sind fast nie sauber. Ein dickerer Docht kann hier helfen, neigt aber zum Rußen.

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Arbeiten mit Silikonkautschuk. Fotoserie

Diese Tips sind rechtlich unverbindlich. Wer noch nie mit Silikonkautschuk gearbeitet hat, sollte unbedingt vorher kleinere Tests machen,  ohne wertvolle Originalformen zu riskieren.

Sehr wichtig ist die Einhaltung der Sicherheitsvorschriften wie Schutzhandschuhe und -brille. Der Härter ist ätzend und neigt bei unvorsichtigem  Rühren anfangs zum Herausspritzen.  Der Härter darf nicht in die Augen geraten!

Die Stammmasse muss vor Gebrauch gut aufgerührt werden (am besten mit langsamem Motor, geht aber natürlich auch mit der Hand). Das Mischungsverhältnis von Stammmasse und Härter muss genau eingehalten und es muss sehr gut verrührt werden.

Kerzenkiste-Silikon ist selbsttrennend, das Entformen ist unproblematisch, Trennmittel ist in der Regel unnötig (ausser bei  Silikon auf Silikon).

Wenn man diese Regeln einhält,  erhält man einen der besten am Markt erhältlichen, hoch reißfesten und alterungsbeständigen Silikonkautschuk!!

Tips für das Herstellen zweischaliger Formen:

Das abzuformende Objekt fest im Formkasten positionieren (z.B. mit Draht) , so daß die Trennebene waagerecht liegt, und  unterhalb des abzugiessenden Objekts noch etwa 1 cm Platz bleibt. Das Objekt darf nicht aufschwemmen können!

Der Formkasten muss absolut dicht sein! Dann den angerührten Silikonkautschuk bis zur Trennebene füllen.

Einen Tag abbinden lassen. Trennebene mit Cancol  isolieren. Die obere  Schicht (Schale)  mit Silikonkautschuk füllen. Einen Tag abbinden lassen und herausnehmen.

Ein Tip fürs bessere Zusammenfügen der Formhälften bei zweischaligen Formen:

Legen Sie jetzt auf den noch flüssigen Kautschuk der unteren Schale ein paar Holzkugeln von etwa 15mm. Nach dem Abbinden (und natürlich vor dem Giessen der oberen Schale) nehmen Sie die Kugeln wieder heraus. Dadurch erhalten Sie in der Trennebene halbkugelförmige Vertiefungen und später in der oberen Schale genau entsprechende halbkugelförmige Erhebungen.

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COPYRIGHT  IHDE-KERZEN GMBH & CO KG 1998-2009