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IHDE-Kerzen und Handelskammern

www.kerzenmacher.info  Informationen zum Kerzenmachen für Profis und Amateure

 

 

 

Eine Info-Seite
von Ihde-Kerzen

Eine Kerze brennt perfekt ab, wenn:

Das Wachs restlos bis zum Rand aufgeschmolzen wird

Der Docht nicht frühzeit umkippt

Die Kerze nicht rußt.

Diese Vorgaben möglichst perfekt zu erfüllen erfordert immer individuelle Versuche.
Die hier angegebenen Stärken stellen nur Richtwerte dar. Die Verantwortung für guten Abbrand liegt beim Hersteller der Kerze. Nur aus dem Durchmesser des Dochtes kann man keine Rückschlüsse auf das Brennverhalten ziehen. 
 

 

Flachdocht ist der meist genutzte Docht. Er besteht aus drei Flechtsträngen mit der angegeben Anzahl an Fädchen. Die Laufrichtung spielt keine Rolle. Geeignet für alle Wachse. 

Paraffin-, Stearingemisch und Gelkerzen 15 bis 25 mm, Flachdocht 3x7
Paraffin-, Stearingemisch und Gelkerzen 20 bis 60 mm, Flachdocht 3x9.
                 Guter Standardocht mit breiten Anwendungsmöglichkeiten.
Paraffin-, Stearingemisch und Gelkerzen 40 bis 60 mm, Flachdocht 3x12
                 Dickere Dochte in Gelkerzen neigen meist zum Rußen.
Paraffin-, Stearingemischkerzen ca. 60 mm, Flachdocht 3x15
Paraffin-, Stearingemischkerzen ab 60 mm, Flachdocht 3x18
Paraffin-, Stearingemischkerzen ab 70 mm, Flachdocht 3x21

Für dickere Kerzen oder leicht verunreinigte Wachse kann man Flachdocht 3 x 27 nehmen.
 

 

Runddocht ist ebenfalls geflochten, aber mit rundem Querschnitt. Die Laufrichtung ist am Docht markiert und muss beachtet werden. Richtig herum eingelegt spreizen sich die Fädchen beim Abbrand nach aussen, falsch herum eingelegt nach innen, und die Kerze brennt nicht gut. Runddocht ist standfester als Flachdocht.  Hat man die Markierung entfernt, kann man die Laufrichtung praktisch nicht mehr feststellen..
 

Bienenwachs und Stearingemisch bis 25 mm Runddocht 1
Bienenwachs und Stearingemisch bis 30 mm Runddocht 2
Bienenwachs und Stearingemisch bis 35 mm Runddocht 3
Bienenwachs und Stearingemisch bis 40 mm Runddocht 4

Für Öllampen sind alle Runddochte (bis zu Nr. 20) gut geignet. Glasfaserdochte haben den Vorteil, daß sie kaum abnutzen.

 

Fackeldocht ist - wie die anderen Dochte - ebenfalls aus Baumwolle. Er ist recht grob geflochten und erzeugt eine große, windfeste Flamme. Er ist nur für den Abbrand im Freien geeignet.

Für Gartenfackeln nimmt man bis zu einer Brenntellergröße von 10 cm Fackeldocht.
Für größere Brennteller nimmt man mehrere Fackeldochte  im Abstand von etwa 15 cm zueinander.  Man kann auch beliebig viele Dochte bündeln. Das ergibt eine sehr große Flamme und ist nicht ungefährlich.

 

Glasfaserdocht nutzt beim Abbrand fast gar nicht ab. Er setzt also voraus, dass immer genug flüssiges Material (heißes Wachs oder Lampenöl) nachfließt. Gut geignet für Öllampen. Würde man damit eine Kerze machen, würde der Wachspegel sinken, der Docht aber nicht. Die Folge wäre starkes Rußen. Es gibt aber Techniken, wo Glasfaserdocht mit ständig nachschmelzendem Wachs am Brennen gehalten wird. Für GF-Docht ist sauberes Wachs/Öl besonders wichtig, weil sich Schmutzpartikel über lange Zeit ansammeln können. Baumwolldocht verbrennt, und mit ihm die kleinen verunreinigungen.