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Schritt 1: Der Zweiwandtopf wird aufgestellt und die Gasbefeuerung angestellt, damit das Wachs während der Aufbauarbeiten schmelzen kann.
Schritt 2: Der Zweiwandtopf wird mit neuem, geschmolzenem Wachs bündig aufgefüllt.
Schritt 3: Anschließend wird der Docht in Wachs, wegen der Brennfähigkeit, ausgekocht und an ein Zugseil gebunden.
Schritt 4:
Ist das Wachs im Innentopf komplett geschmolzen kann das Ziehen beginnen. Während des Ziehens muss die Temperatur des Wachses ständig kontrolliert werden. Der Wachs darf nicht zu heiß sein, damit die Schichtung in der richtigen Dicke gewährleistet bleibt. Ebenfalls darf er nicht zu kalt sein, damit die Kerze eine glatte und riefenfreie Oberfläche bekommt.
Zum Abkühlen wird die Kerze oberhalb des Zweiwandtopfes an einen Balken gehängt.
Schritt 5: Ab einer Kerzendicke von ca. 4 cm wird die Kerze zusätzlich in einem beigestellten Wasserrohr (2,20m) mit Eintauchbewegungen gekühlt um das Abrutschen des Wachses vom Docht zu verhindern.
Gekühlt wird nach jedem Ziehen. Wichtig ist, dass nach der Wasserkühlung die Kerzenoberfläche trocken gewischt wird. Die folgenden Schichten haften sonst nicht, es können unschöne Blasen auftreten -
und das Brennverhalten würde negativ beeinflusst. Um eine Kerze mit einer Dicke von ca. 130mm herzustellen, benötigt man etwa 180-200 Züge. Die letztendliche Anzahl hängt dabei von der
Durchschnittstemperatur des Wachses und der Eigentemperatur der Kerze ab und kann deshalb nicht genau bestimmt werden.
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